Bilder unserer Innungsfahrt nach Bad Grund (von Steffen Huber und Thomas Wetzel)

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Der Zufall wollte es in diesem Jahr, dass letztlich nur 10 Freunde und Mitglieder der Innung an unserer Fahrt nach Bad Grund teilnehmen konnten. Da wir aber seit einiger Zeit nicht mehr mit dem Reisebus, sondern individuell in Fahrgemeinschaften anreisen, bedeutete das nicht automatisch das Aus.

Wie so oft hatte der Wetterbericht Schlimmeres verkündet, aber letztlich trafen wir uns bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein direkt in Bad Grund am Restaurant "Altes Backhaus". Die Küche war auf Zack, so dass wir etwas früher als vorgesehen im Hotel "Glück Auf" einchecken und uns auf den Weg zur Iberger Tropfsteinhöhle machen konnten. Und das war auch nötig, denn der "Reiseleiter" hatte arge Probleme, den rechten Weg zu finden. Schnaufend schaffte unsere kleine Gruppe aber noch pünktlich den Beginn der Führung durch diese besondere Höhle. Mit Witz und interessanten Informationen führte uns der Mitarbeiter treppauf, treppab durch Hohlräume und Gänge. Im Anschluss gab es noch eine Führung durch das Museum, in dem die Erforschung einer bronzezeitlichen Großfamilie via DNA-Analyse dargestellt wurde. Der anschließende Abstieg in die Kleinstadt Bad Grund gestaltete sich dann etwas entspannter als der Hinweg und so konnte man in gemütlicher Runde den Abend im Alten Backhaus verbringen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück hatten wir uns bis auf eine kleine sportliche Truppe entschlossen, den Weg hoch zum WeltWald mit den Fahrzeugen zu bestreiten. Oben angekommen ließ die verabredete Führung auf sich warten. Nach knapp 30 Minuten war das Missverständnis zwar geklärt, aber die geführte Wanderung futsch. Der gute Mann ließ es sich aber dennoch nicht nehmen, seine Betonarbeiten zu unterbrechen, uns einführende Erklärungen zu geben und eine zeitlich perfekt abgestimmte Route vorzuschlagen. Auf dieser erlebten wir eine geografische Wanderung durch Amerika, Europa und Asien, vorbei an Mammutbäumen, Magnolien und blühenden Rhododendren. Kleine Brücken und Lichtungen unterbrachen den Gang vorbei an über 600 Baum- und Straucharten, die seit 1972 gekonnt angepflanzt wurden. Die sonnige Wanderung wurde mittags im Alten Backhaus ausgewertet. Anschließend wartete bereits ein älterer Herr auf uns mit einer interessanten Kurzführung durch das private Uhrenmuseum von Bad Grund. Die Schwester des Inhabers ergänzte dann den Nachmittag mit einem guten Kaffee- und Kuchenangebot in ihrem Cafe´-Antik. Abends wurde es dann noch laut und stimmungsvoll gemeinsam mit einer Gruppe dänischer Biker. Das "Skål!" und "Prost" ging hin und her und die Chefin des Hauses ließ es sich nicht nehmen, uns noch einen Schierker Feuerstein auszugeben.

Nach Frühstück und dem Auschecken aus dem Hotel führte uns unsere letzte gemeinsame Aktivität nach Bad Gandersheim. Dort erwartete uns bereits Drechsermeister Wilhelm Pinne in seinem Spielzeuggeschäft in bester Lage. Die Drechslerei schloß sich direkt dahinter an. Fast zwei Stunden verbrachten wir in diesen Räumen mit interessanten Gesprächen. Langweilig wurde es auch für die Frauen nicht. Die kleine, aber maschinell enorm gut bestückte Werkstatt bot genug Stoff für Fragen und Erfahrungsaustausch. Genau wie unser Kollege Jürgen Kummert kann auch Wilhelm Pinne auf eine über 200-jährige Drechslertradition zurückblicken. Und beide haben die Chance, sie an die nächste Generation weiterzureichen. Das macht Hoffnung! Das letzte Mittagessen im Ratskeller beendete dann unsere diesjährige gemeinsame Fahrt und so sauste jede Fahrgemeinschaft wieder gen Heimat - in die Altmark, nach Potsdam-Mittelmark, Dahme-Spreewald und Berlin!

Steffen Huber, Obermeister

Teilnehmer waren:

Balthasar (3) Block (1) Haase (1) Huber (2) Kummert (2) Wetzel (1)

Vielen Dank dem lieben Kollegen Wilhem Pinne für den freundlichen Empfang und die Führung durch die Werkstatt.